Was ist ein Broker?

Stell dir vor, du möchtest eine Aktie kaufen.
Du kannst sie aber nicht einfach direkt bei einem Unternehmen kaufen.

Der Handel mit Aktien findet nämlich an speziellen Handelsplätzen statt – den Börsen.

Damit du dort handeln kannst, brauchst du einen Vermittler.

Dieser Vermittler nennt sich Broker.

Illustration eines großen Gebäudes mit der Aufschrift "Broker", vor dem ein Einkaufswagen mit Aktien- und ETF-Symbolen steht.

Über Broker kaufen viele Menschen Aktien, ETFs oder andere Wertpapiere.

Was genau macht ein Broker?

Ein Broker verbindet dich mit der Börse.

Über einen Broker kannst du zum Beispiel:

Der Broker leitet deine Kauf- oder Verkaufsaufträge an die Börse weiter.
Solche Aufträge nennt man auch Orders.

Ohne Broker hätten die meisten Menschen keinen direkten Zugang zum Aktienmarkt.

Ein einfaches Beispiel

Angenommen, du möchtest eine Aktie kaufen.

Der Ablauf könnte so aussehen:

Der Broker leitet diesen Auftrag dann an die Börse weiter.
Wenn ein passender Verkäufer gefunden wird, wird der Kauf ausgeführt und das Wertpapier landet in deinem Depot.

Kostet ein Broker etwas?

Kurze Antwort: Ja, aber der Unterschied zwischen den Anbietern ist gigantisch.
Während du bei manchen Anbietern fast gar nichts zahlst,
verbrennst du bei anderen unbemerkt viel Geld.

Um das zu verstehen, machen wir ein einfaches Beispiel.
Angenommen, du möchtest einmalig 1.000 € in einen ETF investieren:

Hier zahlst du für diesen einen Kauf oft 15 € bis 30 € an Gebühren.
Zusätzlich fällt meistens eine jährliche Depotgebühr von weiteren 20 € bis 40 € an
– egal, ob du handelst oder nicht.

Hier kostet derselbe Kauf meist nur 0 € bis 1 €.
Die Depotführung ist im Regelfall komplett kostenlos.

Die drei wichtigsten Kostenpunkte:

Das ist die Gebühr dafür, dass der Broker deine Wertpapiere verwahrt.
Tipp: Diese sollte heute bei 0 € liegen.

Diese fällt jedes Mal an, wenn du aktiv etwas kaufst oder verkaufst.
Bei Filialbanken ist das oft ein teurer Mix aus Fixpreis und Prozenten.
Bei Online-Brokern zahlst du meist nur eine winzige Pauschale.

Wenn du jeden Monat automatisch z. B. 50 € investieren willst.
Viele Online-Broker bieten solche ETF-Sparpläne dauerhaft für 0 € Gebühr an.
Bei klassischen Banken zahlst du oft bis zu 2,5 % deines mtl. Ersparten nur für die Ausführung.

Eine Übersicht bekannter Anbieter mit den wichtigsten Infos findest du hier:
Anbieter im Überblick

Ist mein Geld beim Broker sicher?

Diese Frage stellen sich viele Menschen am Anfang und es ist gut, sie zu stellen.

Die kurze Antwort: Seriöse Broker in Europa sind staatlich reguliert.
Das bedeutet, sie müssen gesetzliche Regeln einhalten und werden von Behörden überwacht.
Wer sich nicht daran hält, verliert seine Zulassung.

Ein wichtiger Punkt, den viele nicht wissen:
Deine Wertpapiere also zum Beispiel deine Aktien oder ETFs gehören dir persönlich.
Sie werden in einem Depot auf deinen Namen verwahrt, nicht auf dem des Brokers.
Sollte ein Broker also in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sind deine Wertpapiere davon getrennt und bleiben dein Eigentum.

Trotzdem gilt ein einfacher Grundsatz: Bevor du ein Konto eröffnest, lohnt es sich, kurz nachzuschauen, ob der Broker reguliert ist und welche Konditionen er anbietet.
Das dauert meist nur wenige Minuten und gibt dir ein gutes Gefühl für den Start.

Die wichtigsten Fragen einfach erklärt

Ist ein Broker eine Bank?
+
Manche Broker sind Banken, andere nicht.
Oft arbeiten Broker mit Banken zusammen, die dein Geld und deine Wertpapiere verwahren.
Wie verdient ein Broker Geld?
+
Zum Beispiel durch Gebühren für Käufe und Verkäufe oder durch bestimmte Zusatzleistungen.
Kann ich mehrere Broker gleichzeitig nutzen?
+
Ja.
Manche nutzen mehrere Anbieter, um verschiedene Funktionen zu kombinieren.
Für den Anfang reicht aber einer völlig aus.
Brauche ich unbedingt einen Broker?
+
Ja.
Für Privatpersonen ist ein Broker in der Regel notwendig,
um Zugang zur Börse zu bekommen und Wertpapiere zu handeln.
Was ist der größte Fehler bei der Broker-Auswahl?
+
Nur auf einen Punkt zu achten, zum Beispiel nur auf niedrige Kosten.
Auch Bedienung und Funktionen spielen eine Rolle.

So geht es weiter

Wenn du verstanden hast, was ein Broker ist, stellt sich meist die nächste Frage:

Wo werden meine Aktien oder ETFs eigentlich aufbewahrt?
Dafür gibt es ein sogenanntes Depot.

Hier erfährst du, was ein Depot ist und wie es funktioniert:

Wichtig zu wissen:

Diese Seite soll helfen, Finanzthemen besser zu verstehen.
Sie ersetzt keine persönliche Anlageberatung und gibt
keine individuellen Empfehlungen 
für bestimmte Produkte, Wertpapiere oder Broker.

Stattdessen sollen dir alle Inhalte helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen,
damit du deine eigenen, informierten Entscheidungen treffen kannst.

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